NSG Frießnitzer See – Struth

  • Bekassine (Gallinago gallinago),
© Foto: Reiner Rathmann, 2015
    Bekassine (Gallinago gallinago), © Foto: Reiner Rathmann, 2015
  • junge Rohrweihe (Circus aeruginosus),
© Foto: Reiner Rathmann, 2015
    junge Rohrweihe (Circus aeruginosus), © Foto: Reiner Rathmann, 2015
  • Eisvogel (Alcedo atthis),
© Foto: Reiner Rathmann, 2015
    Eisvogel (Alcedo atthis), © Foto: Reiner Rathmann, 2015
  • Reiherente (Aythya fuligula) mit Jungen,
© Foto: Reiner Rathmann, 2015
    Reiherente (Aythya fuligula) mit Jungen, © Foto: Reiner Rathmann, 2015
  • Panoramabild vom Frießnitzer See,
© Foto: Lutz Wolfram, 2012
    Panoramabild vom Frießnitzer See, © Foto: Lutz Wolfram, 2012
  • Silberreiher (Ardea alba),
© Foto: Reiner Rathmann, 2015
    Silberreiher (Ardea alba), © Foto: Reiner Rathmann, 2015
  • Zyperngras-Segge (Carex bohemica) auf Teichschlamm
  • Birkhäuser Teich im NSG
  • Sandberg
  • Wasserbüffel in der Struthbachniederung

Das Naturschutzgebiet (NSG) Frießnitzer See-Struth gehört mit einer Flächengröße von 355 ha zu den größen seiner Art im Landkreis Greiz.

Es hat sich hier ein Lebensraumkomplex aus Flachmoor und Quellbereichen, Teichen und naturnahen Kleingewässern, Röhrichten, Feucht-und Nasswiesen, naturnahem Moorwald sowie offenen Sandflächen als Lebensraum für zahlreiche gefährdete Pflanzen-und Tierarten entwickelt.

Aufgrund der Größe und Vielgestaltigkeit gibt es eine ganze Reihe sehr bedeutender Tier-und Pflanzenarten, die hier nur zum Teil aufgeführt werden:

  • Kammmolch
  • Schmale Windelschnecke
  • Fischotter
  • Fransenfledermaus
  • Moorfrosch
  • Hochmoor-Perlmutterfalter
  • Flache Teichmuschel
  • Zwerg-Lein
  • Weißes Schnabelried
  • Kriech-Weide
  • Bekassine
  • Blaukehlchen
  • Wasseralle
  • Teichrohrsänger
  • Schlagschwirl
  • Zwergtaucher
  • Rohrammer
  • Rohrweihe
  • Fischadler

Zur Geschichte:

Der Frießnitzer See ist mit einer Burgruine vergleichbar, sind doch erste Hinweise auf sein Bestehen bereits seit dem Hochmittelalter bekannt. Auch wurde im Laufe der Jahrhunderte seine Gestalt vielfach verändert. Der hohe Sedimenteintrag des Buntsandsteins führte zu einer wechselnden Verlandung/Entschlammung, Vergrößerung/Verkleinerung und schließlich Dammaufschüttung, so dass der „See“ eigentlich ein Teich wurde – ein von Menschenhand geschaffener Biotop. Sein hoher Wert für die Natur wurde früh erkannt und schon im 19. Jahrhundert botanisch und ornithologisch untersucht, wobei die Ornithologie zu dieser Zeit vor allem mit der Flinte betrieben wurde. Erwähnt seien hier der „Vogelpastor“ Christian Ludwig Brehm, der Vater des berühmten Alfred Brehm, und Karl Theodor Liebe. In der DDR wurde am See eine Entenmast eingerichtet mit den negativen Folgen hoher Eutrophierung. Auch die Vegetation unterlag vielfältigen Veränderungen. So verhinderte die Trinkwasserzone im Verlandungsbereich lange Jahre eine wirkungsvolle Beweidung. Vor und nach der deutschen Wiedervereinigung hatte sich der Frießnitzer Ornithologe Hans Günter Baum für das Gebiet eingesetzt und seine Unterschutzstellung voran getrieben. In den letzten Jahren wurden u. a. erfolgreich Schilf eingebracht und neue Kopfweiden gesteckt. In all der Zeit ist der See/Teich ein Hotspot der Ornithologie in Thüringen und ein Mekka für Birdwatcher geblieben, die heute das Spektiv anstatt der Flinte zum Einsatz bringen.

Mit der 2013 durch den NABU erfolgten Entschlämmung des Sees, dem Erwerb von Flächen und der Einrichtung einer extensiven Beweidung mit Wasserbüffeln ist bereits jetzt (2015) schon eine erhebliche Verbesserung des Biotopwertes, nicht nur für Vögel, zu erkennen.

Erleben kann man das Gebiet am besten vom neuen Beobachtungsturm aus, der direkt am Frießnitzer See steht. Von hier aus kann man am Rand des NSG in Richtung Großerbersdorf auf einem Lehrpfad alles über Tier- und Pflanzenarten, Pflege und Historie des Schutzgebietes erfahren. Durch auf den Tafeln zusätzlich noch befindlichen Fragen erhält der aufmerksame Leser am Ende des Pfades ein interessantes Lösungswort.

Den Flyer des NABU zum Naturschutzgebiet mit allen wichtigen Informationen finden Sie hier.

Was ist im Naturschutzgebiet zulässig und was nicht? Was sind die Schutzziele? Das erfahren Sie in der Schutzgebietsverordnung zum NSG Frießnitzer See-Struth.

Viel Wissenswertes und auch aktuelle Informationen zum Naturschutz- und Natura 2000-Gebiet Frießnitzer See/Struth finden Sie auf der Internetseite
NSG Frießnitzer See – Struth.

Geheimtipp

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von Pollywauz
8. Februar 2017

Mittagessen oder Kaffee

Wer einmal eine längere Wanderung am Frießnitzer See machen möchte, sollte im Gasthaus Zur Guten Quelle zu Mittag essen, oder am Nachmittag im Eiskaffee Sachse (http://www.eiskaffee-sachse.de/) bei einem leckeren Eisbecher oder einer Tasse Kaffee mit Torte Pause machen.

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Ansprechpartner

Christoph Kummer
Christoph Kummer
Harth-Pöllnitz
Telefon: 036607-60718
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Lutz Wolfram
Lutz Wolfram
NABU Gera-Greiz e. V., Vorstand
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